Möglichkeiten und Grenzen der künstlichen Intelligenz (KI)

Möglichkeiten und Grenzen der künstlichen Intelligenz (KI) bei der Schadenbearbeitung. Mit dem Einzug der Digitalisierung in die Wirtschaft wird zunehmend der Einfluss der KI diskutiert

Die Künstliche Intelligenz meint die Erforschung eines „intelligenten” Problemlösungsverhaltens und die Erstellung von „intelligenten“ Computersystemen. Generell versucht die Künstliche Intelligenz dem Menschen ähnelnde Entscheidungsstrukturen in einem nicht klar definierten Umfeld nachzubilden. So sucht diese nach Methoden, die es einem Computer ermöglichen, Aufgaben zu lösen, sodass diese, wenn sie vom Menschen gelöst werden sollen, eine Intelligenz erfordern. Künstliche Intelligenz (businessinsider.de)

Vor einigen Jahren gab es in der Versicherungswirtschaft Hängeregistraturen mit unzähligen Vertragsakten und Aktenschränke voller Ordner inklusive entsprechender Archive zur Lagerung der stornierten Verträge. Es war damals undenkbar, dass selbst Verträge zu großen Industrieverbindungen elektronisch erfasst werden können. Im Jahre 2020 ist dies kein Thema mehr. Die Verträge sind elektronisch erfasst und können von den verschiedensten Orten per Laptop abgerufen und bearbeitet werden. (Was auch zu Corona Zeiten ein deutlicher Wettbewerbsvorteil ist) Die Dunkelverarbeitung (also die Dokumentierung von Verträgen und deren Änderungen ohne die Einflussnahme von Sachbearbeitern) wird immer weiter zunehmen.

In Zukunft wird es darum gehen die elektronisch erfassten Verträge auch inhaltlich so zu gestalten, dass Sachverhalte maschinell ausgelesen werden können um Standardgeschäftsvorgänge zu beschleunigen.

Die Versicherer verfügen über riesige Datenmengen. Diese Datenmengen sind nötig um die KI “anzulernen” und zu trainieren.

Ein besonderer Schwerpunkt dürfte dabei auch sein, die maschinenlesbaren Daten so einzugrenzen, dass notwendige Informationen erkennbar sind aber auch der Missbrauch z.B. der persönlichen Daten ausgeschlossen ist. Ebenso geht es darum Cyberangriffe bereits im Vorfeld zu erkennen und zu eliminieren.

Für die Schadenbearbeitung heißt das, diverse Geschäftsvorgänge zu strukturieren und maschinenlesbar zu gestalten. Einfache und mittelschwere Geschäftsvorgänge sind meistens Routinevorgänge und können mit der KI erledigt werden.  Aus meiner Sicht wird man auch in Zukunft bei der Suche nach der Schadenursache nicht auf Sachbearbeiter der Versicherung und Sachverständige bzw. deren Mess-, und Prüftechnik verzichten können. Für den Versicherer bedeutet dies die richtigen Fragen zu stellen und entsprechende Schritte einzuleiten, um den Schaden einer Klärung zuzuführen. Dabei wird der visuelle Anteil über verbesserte Foto-, und Videosequenzen (z.B. Foto Apps) und auch durch den Einsatz von Drohnen an Bedeutung gewinnen. Ein großer Mangel ist es, dass die Fotodokumentation der Anspruchsteller bzw. deren Agenturen zum Schaden meistens nicht aussagefähig sind. Deshalb muss sich zunächst meistens der Versicherer ein Bild vom Schaden machen und festlegen was zur Beurteilung des Schadens nötig ist.  Wenn die Strategie zur Schadenbearbeitung klar, ist können kompetente Dienstleister mit der Beantwortung der offenen Fragen beauftragt werden und so die Versicherung bei der Entscheidungsfindung unterstützen und entlasten.

BSI für Bürger – Künstliche Intelligenz – KI-System und große Datenmengen (bsi-fuer-buerger.de)

Die zunehmende Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft führt zu immer mehr Daten, die bewertet bzw. kommentiert werden müssen. Hier gewinnt die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und Spezialisten zunehmend an Bedeutung. Gute Erfahrungen habe ich mit der Verwendung von MS Teams und SharePoint gemacht. Hier ist es möglich simultan an Projekten zu arbeiten und sich mit Hilfe diverser Programme effektiv und schnell auszutauschen. Durch die Freigabe der Bildschirme können selbst komplizierte und komplexe Vorgänge online besprochen werden, dies ist sogar mit externen Kooperationspartnern und/ oder Sachverständigen möglich.

 

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