Montageschäden / Bauleistungsschäden Unternehmereigenschaft

Insbesondere beim Projektgeschäft passiert es immer wieder, dass die Unternehmereigenschaft nicht korrekt herausgearbeitet wird. Anbei ein Beispiel:

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Beim Abschluss einer Montageversicherung passiert es gelegentlich, dass ein Nachauftragnehmer auf seinen Kosten im Zusammenhang mit einen ersatzpflichtigen Schaden „sitzen“ bleibt.

In der Theorie sollte der Auftraggeber (AG) oder der Generalauftragnehmer           (GAN) die Versicherung abschließen. Damit sind alle an der Realisierung des Vorhabens beteiligten Unternehmen mitversichert. Die Prämie wird folglich auch auf alle Beteiligten umgelegt. Leider wird dieser Zusammenhang nicht immer ausreichend beim Abschluss der Versicherung erörtert.

Einen NAN wurde eine Montageversicherung verkauft. Durch Sturm auf einer Baustelle wurde seine Montageleistung beschädigt. Der GAN machte Regiekosten für erhöhten Aufwand geltend. Die beschädigten Bauteile im Leistungsumfang des NAN wurden von der Versicherung übernommen, die Regiekosten des GAN nicht! Beim Abschluss der Montageversicherung wurde die Unternehmer-eigenschaft des NAN nicht ausführlich genug besprochen. Er war kein AN sondern ein NAN. –auch wenn er das bei der Schadenverhandlung etwas anders sah?! Für Ihn war der GAN der AG.

Hier handelte es sich folglich um eine klassische Fehlberatung.

Bei der Bauleistungsversicherung hat sich diese Erkenntnis zum Glück inzwischen durchgesetzt. Nur selten gibt es Anfragen zur Versicherung der Leistungen von Einzelgewerken.

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